Wenn Engagement Früchte trägt
Von Beginn an gab es eine klare Rollenverteilung: Traudl war als Wirtin im Haus für alles zuständig und Franz galt als "der Mann fürs Tal". Als hervorragende Köchin kümmerte sie sie um das leibliche und seelische Wohl der Gäste, während Franz sich der Landwirtschaft und den außerbetrieblichen Angelegenheiten widmete, die dem ganzen Tal zugute kamen. Gegen den Widerstand der damaligen Landwirtschaftskammer und einigen Bergschaf-Funktionären gelang es Franz, eine Genehmigung zur Zucht des Steinschafs zu bekommen. Viel Arbeit, Überredungskunst und Zucht-Können haben die alte Rasse erhalten. So ist das Steinschaf heute nicht nur im Tuxer Wappen, sondern auch in der Zillertaler Tracht verewigt, denn aus der Wolle der Tiere wird der Tuxer Loden hergestellt.
Mehr Gäste, mehr Schafe und ein Tunnel
Traudls Engagement im Haus führte zu immer mehr Gästen und Franz' Leidenschaft für die Landwirtschaft bescherte dem Steinschaf ein Comeback. Diese Art, etwas voller Freude und Leidenschaft anzupacken, prägten ihren Sohn Thomas. Mit bereits 24 Jahren übernahm er das Haus und steckte die ererbte Freude am Arbeiten in den Ausbau des Hotels.
- 2007 wurde aus der "Alten Hütte", wie die "Texa's Michtrinkstube" zwischenzeitlich hieß, zum "Alpinhotel Berghaus".
- 2013 kamen die Berghaus Suiten dazu.
- 2019 folgte der große Umbau: Aus vielen alten Zimmern wurden Lifestyle Studios, dazu kamen der Panoramapool, der Naturschwimmteich und ein Restaurant mit direktem Blick auf den imposanten Hintertuxer Gletscher.
- Die - vorerst - letzte Neuerung war 2021 der Bau der Green Living Apartements.
Das aufwendigste Projekt sieht man allerdings gar nicht: Es ist der Tunnel, der die auf drei Gebäude des Hotels unterirdisch verbindet. "Wie Murmeltiere", lacht die Gastgeberfamilie. "Im Grunde liegen wir auf einer Alm - nur mit Rezeption. Daher fühlt sich der Hintertuxer Gletscher auch zum Greifen nah an, wenn man im beheizten Panoramapool liegt, und den Ausblick auf das ewige Eis genießt."