Das goldene Kegelspiel
Vor langer Zeit, als das Pflerschertal noch reich an Gold- und Silberminen war, tyrannisierte ein gieriger König das Tal. Während die Bergarbeiter Tag und Nacht schufteten, um den König noch reicher zu machen, vergnügte sich dieser mit seinem goldenen Kegelspiel.
Ein mutiger Bergmann wollte die Unterdrückung nicht länger ertragen und widersetzte sich dem Tyrannen. Er plante, einen Aufstand zu organisieren. Das erfuhr der König. Erzürnt beschloss er, den Rebellen bis hoch hinauf in die Berge zu verfolgen und zu töten. Kurz vor der Erfassung erschien plötzlich der Berggeist des Tribulaun und schlug mit seiner gewaltigen Faust auf die Spitze des Berges. Seitdem hat der Tribulaun zwei Gipfel. Der mutige Bergarbeiter konnte sich in Sicherheit bringen. Der König aber wurde zur Strafe in einen Felsen verwandelt und zwar in das heutige Goldkappl. Sein rötlicher Schein erinnert an den Mantel des Königs.
Die Goldminen sind längst versiegt, doch es heißt, das goldene Kegelspiel des Königs liege noch immer irgendwo in den Felsen des Tribulaun verborgen. Und der Berggeist soll auch noch da sein. Irgendwo. Einsam.
Klettertour zum Tribulaun: „Der gespaltene König“
Der Tribulaun ist kein einladender Berg. Wer ihn beim Kletterurlaub in den Alpen erklimmen möchte, muss sehr erfahren sein – die Besteigung ist nichts für schwache Nerven. Eine berühmte Klettertour mit Startpunkt in St. Anton im Pflerschtal nennt sich bis heute „Der gespaltene König“.
Wanderungen rund um den Tribulaun
Mag der Tribulaun selber unwirtlich sein, bietet die Gegend zahllose herrliche Routen zum Wandern in den Alpen. Familie Windisch, die Gastgeber im Wanderhotel Panorama, sind echte Pflerscher und kennen die wundervollsten Touren und Pfade – auch die abseits abgetretener Wege. Bei einer der geführten Wanderungen erzählt dir Harald Windisch sicher gerne auch die andere Sage vom Tribulauner Berggeist, in der der Geist die Menschen gegen Geschichten aus dem Tal mit einer kleinen Goldmünze belohnte bis ...