Im Vinschgerhof weiß man, dass es mit Hund nicht immer rund läuft – und da kann ein Training mit dem kompetenten und erfahrenen Hundeflüsterer Lou ein echter Segen sein. „Das Hundetraining ist ein bisschen wie Paartherapie“, lacht die Hausherrin vom Hotel. Sie freut sich, ihren Gästen von März bis Ende Mai und von Oktober bis Januar auf Wunsch ein Individual-Training mit Lou anbieten zu können.
Die Sommermonate verbringt Lou in der Schweiz auf einer Alm – inmitten von Tieren natürlich. Innerhalb nur einer Trainingseinheit kann er Mensch-Hund-Beziehungsprobleme nachhaltig lösen. Auch wenn dein Hund und du prima klar kommt, kann dir eine Stunde mit Lou helfen, das Tier besser zu verstehen. Sicher spannend und definitiv lohnend. Und das Wandern mit deinem Hund ist danach viel einfacher.
Ich und mein Hund oder eher mein Hund und ich?
„Viele Worte braucht es nicht für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Mensch und Hund“, weiß der Südtiroler Hundeflüsterer Lou aus jahrelanger Erfahrung. An sich verlangt der harmonische Umgang mit einem Vierbeiner vor allem Konsequenz und Durchsetzungsvermögen – wie Kindererziehung auch. Doch wie Kinder, können Hunde einfach „nicht folgen“. Kinder heulen oder diskutieren, Hunde fletschen die Zähne, rennen weg, springen hoch und tun eben allerhand anderes als das, was wir wollen – bis wir resigniert aufgeben oder wütend rumschreien.
Es geht hier nicht um „brave“ oder „schlimme“ Hunde, sondern um Missverständnisse und mangelnde Empathie des Menschen. Wir deuten die Sprache des Hundes oftmals nicht richtig und verhalten uns dementsprechend falsch, was wiederum den Hund verwirrt und zu falschem Verhalten seinerseits.
Beispiel für ein Missverständnis zwischen Mensch & Hund
Ein Hund rastet jedes Mal aus, wenn andere Hunde nahen. Das bedeutet Stress und Angst für den Besitzer. Schon bevor die Situation überhaupt tatsächlich da ist, macht sich bei ihm Anspannung breit. Der menschliche Körper schüttet Adrenalin aus. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Hund das riechen kann. Dieser Geruch versetzt das Tier in eine Stresssituation, da es den menschlichen Stress als Angst vor den anderen Hunden interpretiert. Er will seinen Menschen vor den anderen Vierbeinern verteidigen. Was tut der Hund also folglich? Er geht aggressiv auf die anderen los – mit bester Absicht. Und wir verstehen es nicht.
Ja, und was kann man jetzt machen, um diese Situation zu verbessern? Lou weiß Rat: Es gibt die simple Yogaübung, drei Mal tief ein- und auszuatmen. Sofort entspannt sich der Körper. Der Hund spürt das und entspannt ebenfalls. „Keine Gefahr“ wird signalisiert. Das Gähnen von Hunden hat übrigens eine ganz ähnliche Wirkung: Stressabbau, nicht Müdigkeit wie wir Menschen interpretieren. Natürlich braucht das alles ein wenig Übung, aber Schritt für Schritt gelingt es, dass Hund und Mensch sich in der schwierigen Situation gegenseitig vertrauen mit dem Ergebnis, dass der Hund „folgt“. Interessant, gell? Kein Schreien und Schimpfen, sondern einfach atmen.
Kommen Menschen mit ihren Hunden zu Lou, bringt er den Vierbeiner binnen fünf Minuten dazu, ihm zu folgen. „Die eigentliche Arbeit mache ich mit den Menschen. Sie können mit mir lernen, ihr Tier besser zu verstehen. Das erfordert oftmals mehr Sensibilität als die Arbeit mit dem Hund“, schmunzelt er.