Warum ein konkreter Plan dich jetzt schon entspannt
Winter
27.10.2026
Vorweihnachtszeit-Stress? Auszeit planen
Die Vorweihnachtszeit gilt als stille, besinnliche Zeit und ist für viele doch die vollste des Jahres. 49 Prozent der 436 Befragten einer karriere.at-Onlineumfrage gaben an, im Advent privat und beruflich besonders stark belastet zu sein. Gegen den Vorweihnachtszeit-Stress hilft ein kleiner Trick:
Trag dir jetzt schon einen Termin für deine Auszeit ein, am besten im Januar oder Februar. Wer ein Datum hat, kann sich darauf freuen, statt sich nur nach Ruhe zu sehnen.
Warum ist die Vorweihnachtszeit so schön anstrengend?
Weil alles gleichzeitig fertig werden soll. Im Job muss vor Jahresende noch das Projekt durch, die Kinder versinken zwischen Schularbeiten und Bastelnachmittag, und abends wartet die nächste Weihnachtsfeier. Dazu kommen Geschenke, Besuche und Kekse. Und der Anspruch an Besinnlichkeit und Ruhe.
Das Schöne daran: Vieles davon ist wirklich schön. Der Punsch mit den Kolleginnen, die Lichter in der Stadt, der Duft aus der Küche. Man freut sich und ist trotzdem müde. Beides stimmt, und beides darf nebeneinander stehen.
Wie hilft ein Kalendereintrag beim Wunsch nach Ruhe?
„Ich brauche dringend Ruhe“ ist ein Satz, den man im Dezember zwanzigmal denkt, ohne dass er irgendwohin führt. Mit einem fixen Termin im Kalender rückt deine Auszeit in greifbare Nähe. Wird alles zu viel, weißt du: Meine Pause kommt, und zwar an diesem Datum. So kannst du die Wochen davor besser genießen. Der Wunsch nach Ruhe muss nicht immer lauter werden, weil er längst eingeplant ist. Das bringt schon heute mehr Gelassenheit.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Auszeit?
Nicht mittendrin. Wer die Erholung zwischen Weihnachtsfeier und Geschenkekauf quetscht, stresst sich am Ende auch noch damit. Dann steht die Auszeit auf der Liste, direkt unter „Geschenke besorgen“, und wird zum nächsten To-do. Besser passt der Januar oder Februar: Der Jahresabschluss ist geschafft, die Feiertage sind vorbei, der Kalender hat wieder Luft. Ein einfacher Test hilft: Fühlt sich der Termin beim Eintragen nach Erleichterung an oder nach weiterer Verpflichtung? Nur im ersten Fall stimmt er.
Muss es ein Hotel sein?
Nein. Man kann sich auch ein Nichts-Tu-Wochenende eintragen: Handy weg, nichts vorhaben, Sofa. Wer das schafft, ohne zwischendurch den Wäscheberg zu sortieren, Freunde einzuladen oder doch über dem Laptop zu brüten, hat alles richtig gemacht. Viele schaffen es aber nicht, und das ist menschlich. Ihnen hilft der Druck von außen. Eine Hotelbuchung ist verbindlich und du bist wirklich Alltags-befreit. Jemand anderes deckt den Tisch und die Ausrede „Ich hab doch so viel zu tun“ zieht dort nicht.
Wie schaffst du es, dass deine Auszeit wirklich stattfindet?
Trag sie heute ein, nicht “bald”. Mit Datum, Uhrzeit und Erinnerung, wie jeden anderen Termin auch.
Such dir ein leeres Wochenende. Eines, an dem noch nichts steht und das nicht vor einer Deadline liegt.
Sag es weiter. Wer in der Familie oder im Team Bescheid weiß, passt auf den Termin mit auf.
Mach es verbindlich. Eine Buchung oder eine feste Zusage nimmt dir die Ausrede ab. Wirf vorher einen Blick auf die Stornobedingungen, dann bleibt der Kopf frei.
Lass die To-do-Liste in der Schublade - egal ob du daheim entspannst oder in einem Wanderhotel - an diesem Wochenende machst du nur, worauf du wirklich Lust hast.
Und jetzt?
Schnapp dir deinen Terminkalender.
Such dir ein Wochenende im Januar oder Februar und schreib „Auszeit“ fett hinein.
Ob du eine Auszeit im Wanderhotel buchst oder einfach daheim „sein“ willst, bleibt dir überlassen. Hauptsache, du kannst dich darauf verlassen, dass du deine Auszeit nicht selbst sabotierst. Wenn dir beim nächsten Mal alles zu viel wird, schaust du in deinen Kalender und weißt: Ich sehne mich nicht nur nach einer Pause – ich bekomme sie auch.