Rezept für Blutwurz Schnaps

Wer öfters in den Bergen der Alpen unterwegs ist und eine gute Beobachtungsgabe hat, wird sie vielleicht schon gesehen haben, die kleine, vierblättrige, gelbe Blüte der Blutwurz. Aus den Wurzeln dieses unscheinbaren Pflänzchens lässt sich ein köstlicher Schnaps herstellen, der heilende Eigenschaften hat.

Warum Blutwurz?

Die Blutwurz ist ein höchst unscheinbares Pflänzchen, dessen Heilkraft jedoch schon seit der Antike hoch geschätzt wird. „Blutwurz“, ein interessanter Name, der nicht von ungefähr kommt. Zum einen liegt die Kraft dieser Pflanze in den 1 bis 3 cm dicken Wurzeln, die beim Anschnitt blutrot anlaufen. Zum anderen wurde das Gewächs früher vor allem als blutstillendes Mittel eingesetzt, was an seiner stark zusammenziehenden und entzündungshemmenden Wirkung liegt.

 

Einer Sage nach soll während der Pestzeit ein Vogel gepfiffen haben: „Äßt Dormendill (Blutwurz) und Bibernell so stürbet nitt so schnell“.

 

Gott sei Dank, geht es bei uns hier nicht um das Hinauszögern des Sterbezeitpunkts, sondern um Genuss und alpenländische Kulinarik. Denn die Blutwurz als Likör angesetzt, schmeckt vorzüglich und wird in vielen alpinen Regionen als Digestif gereicht, hat das Getränk doch eine höchst magen- und darmfreundliche Wirkung.

Blutwurz-Schnaps
© Canva

Rezept für Blutwurz Schnaps

Jetzt gibt es drei Möglichkeiten an so einen leckeren Likör zu kommen: Entweder man genießt ihn bei dem einen oder anderen Wanderhotel nach einem mehrgängigen Abendmenü oder während des Wanderns auf einer bewirtschafteten Hütte oder man macht ihn selber – was keine Hexerei ist.

 

Bei der nächsten Wanderung muss man einige der Blutwurz-Wurzeln ausbuddeln – ein kleines Taschenmesser ist hilfreich dabei. Am besten sammelt man die Wurzeln kurz vor oder kurz nach der Blüte (während geht aber auch). Sieht man sich die Pflanzen vorher in einem Heilkundebuch oder im Internet gut an, ist sie leicht zu erkennen und zu finden. Dank der eigenartigen Wurzel gibt es keine Verwechslungsgefahr.

Eine Handvoll Wurzel reicht völlig aus für 1 Liter Blutwurz Schnaps. Die geringe Menge Sammelgut und die große Häufigkeit des Pflänzchens machen dieses Rezept für Selbermacher doppelt beliebt, denn man muss nicht die halbe Wanderung mit Suchen und Sammeln verbringen, sondern hat schon nach ca. 10 Minuten alles beisammen.

Wieder daheim, das Sammelgut gründlich abwaschen, abtrocknen und kleinschneiden. Zusammen mit ein paar Rosinen und ca. 150 g Kandiszucker in einen Liter Korn/Obstler geben, gut verschließen und 4-6 Wochen stehen lassen. Öfters durchschütteln. Abseihen (Kaffeefilter geht gut), in hübsche Flasche füllen und genießen! Wer den Likör gerne herber/bitterer hätte, kann mehr Blutwurz und weniger Zucker nehmen – da kann man nach Herzenslust experimentieren.

Erlebnisse bei den Wanderhotels

In zahlreichen Wanderhotels werden alpines Brauchtum und kreative Künste von Menschen an Menschen weitergegeben. Bei Workshops und Kursen lernst du Brot backen, malen, Kränze binden, Knödel kochen und vieles mehr. So begegnest du in deinem Wanderhotel alten Bräuchen, wirst ein Stück weit Einheimischer auf Zeit und nimmst neue Fertigkeiten mit nach Hause. Frage in deinem Wanderhotel nach Erlebnissen!

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