Gute Vaseline

Beim Winterwandern in den Alpen leistet diese selbst gerührte Vaseline aus nur zwei Zutaten gute Dienste als fettreicher Hautschutz. Dabei ist sie - ganz im Gegensatz zu herkömmlicher Vaseline - gut für die Hautgesundheit.

Vor- & Nachteile klassischer Vaseline

Es muss ja Gründe geben, dass die kostengünstige geruchlose Fettcreme so beliebt war – und ist. Universal einsetzbar macht sie Lippen weich, pflegt raue Körperstellen wie Ellbogen oder Fersen, dient als Wundsalbe bei Babys und schirmt äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit und Kälte effektiv ab. Dadurch, dass von außen nichts mehr an die Haut gelangen kann, kann jedoch genau so wenig von innen heraus. Haut und Poren werden durch Vaseline regelrecht verschlossen. Bei längerer Anwendung trocknet herkömmliche Vaseline die Haut aus und zerstört die körpereigene Schutzfunktion. Die Lösung? Mehr Vaseline gegen die trockene Haut und zum Schutz – ein negativer Teufelskreis also bei dem du gar nicht merkst, dass die Linderung deiner Probleme eigentlich der Verursacher dieser ist.

Inhaltsstoffe herkömmlicher Vaseline

Vaseline wird aus den Überresten der Erdölraffination gewonnen. Dieser Rohstoff wird in einem aufwändigen Verfahren mit Schwefelsäure, Aktivkohle und Bleicherde behandelt bis er schließlich als glatte Creme in unseren Geschäften erhältlich ist.

Gute Vaseline DIY
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Die Hauptbestandteile von Vaseline sind Paraffine, die aus Erd- oder Mineralölen gewonnen werden. Sie sind ölige, leicht wachsartige und wasserabweisende Substanzen, die sich gut für die Verwendung in Kosmetikprodukten eignen. Für Hersteller sind sie aufgrund ihrer kostengünstigen Beschaffung und einfachen Verarbeitung besonders attraktiv. Dennoch sind Paraffine als Inhaltsstoff umstritten, da zahlreiche Studien darauf hinweisen, dass sie potenziell gesundheitsschädlich sein könnten. In Stichproben von der Stiftung Warentest konnten in Vaseline hohe Mengen kritischer MOAH und MOSH Verbindungen nachgewiesen werden. Diese können sich im Köper anreichern, Krebs begünstigen und Erbgut angreifen. Nicht das, was wir wollen, oder?

Selbstgemachte "Gute Vaseline" aus zwei Zutaten

Vaseline ist eigentlich ein Markenname für die Substanz ‚Petroleum jelly‘ vom Amerikaner Robert Chesebrough aus dem 19. Jahrhundert. Wir verwenden hier den Namen Vaseline, weil unsere selbstgemachte Variante eine ähnliche Konsistenz hat und sich ebenso universell anwenden lässt wie das Original – nur mit weit besseren Effekten für die Haut und Gesundheit!

Rizinusöl und Bienenwachs

Rizinusöl, das zähflüssige, geruchlose Öl des Wunderbaumes gilt gemeinhin als Multitalent für Haut und Haar. Es besteht zu circa 90 % aus der entzündungshemmenden Ricinolsäure, enthält viel Vitamin E und regt die Kollagenbildung an. Es hilft bei unreiner ebenso wie bei alternder Haut, wirkt wundheilend, pflegt Augenbrauen, Wimpern und regt das Haarwachstum an. Fingernägel und Nagelbette werden mit Nährstoffen versorgt und bei regelmäßiger Anwendung können sogar Narben gemildert werden.

Bienenwachspastillen sind eine von zwei Zutaten für die gute Vaseline.

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Selbst gerührte Vaseline ist ein toller Kälteschutz beim Winterwandern in den Alpen.

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Ätherische Öle eignen sich, um verschiedenen Varianten von guter Vaseline herzustellen.

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Rizinusöl ist eine von zwei Zutaten der selbst gerührten guten Vaseline.

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Die stacheligen Früchte des Rizinusbaums, aus denen Rizinusöl gewonnen wird.

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Das Rezept für "Gute Vaseline"

  • 100 ml Rizinusöl (optional funktioniert auch Olivenöl)
  • 10 g Bienenwachs (optional Beerenwachs für eine vegane Variante)

Fülle das Öl in ein desinfiziertes Glas, gib das Bienenwachs in kleinen Stücken dazu und erwärme das ganze langsam in einem Wasserbad bis das Bienenwachs schmilzt. Nur so stark erhitzen wie nötig!

Entferne das Glas aus dem Wasserbad und rühre – z.B. mit einem Milchaufschäumer – bis die Creme beginnt geleeartig zu werden. Sobald die Masse handwarm aber noch flüssig ist, kannst du sie in sterile Gläser mit Schraubdeckel abfüllen – immer wieder umrühren.

TIPP: Teile deine Creme in mehrere Tiegel verschiedener Größe und füge ihnen jeweils verschiedene ätherische Öle zu. Dann hast du mit einem Arbeitsschritt gleich mehrere Cremes: von Lipgloss über Erkältungsbalsam bis hin zu Fußsalbe.

Varianten dank ätherischer Öle

Je 2 Tropfen ätherisches Öl von Vanille und Pfefferminz in einer kleinen Menge der ‚Guten Vaseline“ machen ein herrliches Lipgloss. Wer will kann auch noch ein kleines Stück vom Lieblings-Lippenstift mit einschmelzen und hat dann sogar einen zart färbenden Lipblush.

Mit einigen Tropfen Eukalyptus, Pfefferminz und Fichtennadel verwandelt sich deine Creme in einen wunderbaren Erkältungsbalsam, den du auf Brust, Rücken und um die Nase schmieren kannst.

Rosmarinöl regt das Haarwachstum an und eignet sich in kleiner Menge für dein Wimpern-Wucher-Serum, das abends auf Wimpern und Augenbrauen aufgetragen, (bitte nicht in die Augen) dichte und gesunde Härchen macht.

Mit etwas Vanille, Ylang Ylang und Lavendel wird eine wunderbare Handcreme daraus, die abends im Bett aufgetragen einen beruhigenden Duft verströmt und über Nacht weiche, zarte Hände macht.

Du kannst deine ‚Gute Vaseline‘ mit ätherischen Ölen von Latschenkiefer, Salbei oder Zitronengras anreichern für eine pflegende Fußcreme nach ermüdenden Wanderungen und gegen Schweißgeruch.

Ganz ohne ätherische Öle eignet sich diese selbst gerührte Vaseline hervorragend als Wundschutz für den Babypopo oder Kälteschutz im Gesicht bei Wanderungen im Winter.

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