Neues aus unserer Schreibwerkstatt

Neben Neuigkeiten & Wissenswertem über unsere Wanderhotels, gibt unsere Autorin mal Tipps & Tricks, mal praktische Hinweise aus dem (Wander-)Alltag. Sie verrät Rezepte zum Nachkochen & erzählt mal Aktuelles, mal Historisches. Erfahren Sie mehr über regionale Bräuche & Gepflogenheiten. Tauchen Sie ein in Geschichten, die das Leben schreibt.

Weiße Weihnacht auf der Tauplitzalm

Dustere Kälte und lichte Wärme
Das Datum des Heiligen Abends stammt noch aus vorchristlichen Zeiten. Wärme, Licht und Hoffnung waren den Menschen in der dunkelsten und kältesten Jahreszeit schon immer ein natürliches Bedürfnis. Früher aus Mangel, heute aus Überfluss. Klingt paradox, ich weiß. Je geringer das Angebot an schneereichen, kalten Weihnachten, desto größer die Nachfrage. 
Und ehrlich bei Plusgraden und Gänseblümchen fehlt einfach die bezaubernde Essenz aus Stille und Feierlichkeit. Sonnenschein stiehlt jeder Kerze die Show.


Ziemlich sicher grüne Weihnachten
"I'm dreaming of a white Christmas..." sang schon Bing Crosby sehnsüchtig. Und Frank Sinatra wusste um die beglückende Wirkung von "Walking in a Winter Wonderland". 
Damals war der Traum einer weißen Weihnacht noch halbwegs realistisch, heute braucht man schon viel Idealismus, um nicht frühzeitig "auszuträumen". Auch gewisse Handelsketten wissen das Phänomen der Schneelosigkeit auszunutzen. Sie bieten sogenannte Weihnachts-Wetten an. Sollte es am 24.12. um 12:00 Uhr mittags vor dem Rathaus einer bestimmten Hauptstadt schneien, bekommen alle Kunden dieses Bundeslandes die Hälfte des Kaufpreises zurück. Die Statistik spricht nicht für die Kunden...


Ganz sicher weiße Weihnachten

Auf der Tauplitzalm spricht die Statistik eindeutig für weiße Weihnachten. Durchschnittlicher Schneefall pro Jahr (gemessen seit der Eröffnung vor 81 Jahren): 11 Meter. Frau Reischl vom Sport und Wanderhotel Kirchenwirt kann sich nicht an einen einzigen Heilig Abend ohne Schnee erinnern. Wer im Kirchenwirt Gast ist, braucht also nicht zu bangen und hoffen, er darf sich einfach freuen auf ein romantisches Fest. Immer, jedes Jahr. In der Dämmerung durch die Stille zur nahegelegenen Kirche stapfen und eintauchen in die Stille und Feierlichkeit einer Nachmittagsmette. Nach dem Rückweg, mit vor frostiger Luft geröteten Wangen, vor dem Kirchenwirt den Schnee von den Schuhen klopfen und eintreten in einen warmen, duftenden Raum, erfüllt vom Lichterglanz eines liebevoll geschmückten Weihnachtsbaums. In ganz familiärer Atmosphäre sitzen die Gastgeber und die Gäste beisammen, dinieren, plaudern, tauschen Geschenke aus und verbringen einen stimmungsvollen Abend. 



Kindheitserinnerungen an das Skiparadies Tauplitzalm
Am nächsten Morgen glitzert der Schnee in der Sonne und die weißen jungfräulich präparierten Skipisten locken. Immer, jedes Jahr. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

Als Kind verbrachte ich einige Male die Weihnachtsferien mit meinen Eltern und Freunden im Kirchenwirt. Die Erinnerungen sind so frisch, als ob es gestern gewesen wäre. Oft sind es Kleinigkeiten, die man als Kind aber ganz intensiv erlebt hat und die sich für immer einprägen. Der Weg mit dem Skidoo vom Parkplatz zum Hotel war schon der perfekte Einstieg in einen kindlichen Abenteuerurlaub. Im Winter ist die Alm komplett Autofrei. Schnee, Schnee, Schnee und Natur überall. Immer, jedes Jahr. Mitten drin in der "Einsamkeit": Der Kirchenwirt. 

Die Vorfreude auf das kleine aber sehr feine Skigebiet mit seinen 43 Pistenkilometern war groß. Wir Kinder durften schon ganz allein unterwegs sein. Unsere Präferenz lag eindeutig bei den geheimen Waldwegen zwischen den schneebedeckten Tannen. Hier eine Schanze, dort eine enge Kurve und keine Menschenseele. Die Erwachsenen hingegen zogen lieber ihre Kurven auf den gut präparierten blauen, roten und schwarzen Pisten. Menschenmassen sind ein Fremdwort in diesem Skigebiet. Mittags trafen wir uns in einer der Hütten, füllten die hungrigen Kindermägen mit Köstlichkeiten wie Germknödel oder Kaiserschmarrn und sausten wieder neuen Abenteuern entgegen. 

Kirchenwirt tauplitzalm

Pluspunkt: Keine Skier schleppen 
Ski schleppen war für mich als Kind eines der unangenehmsten Begleiterscheinungen des Skifahrens. Mit den blöden Skischuhen über eisige Parkplätze balancieren mit den schweren Skiern auf der Schulter. Krämpfe in Nacken und Armen - so habe ich das als Kind erlebt. Beim Kirchenwirt hingegen kann man direkt vor der Haustür auf die Bretter steigen und sie spätnachmittags auch dort wieder abschnallen. Auch bei schlechtestem Wetter konnten wir Kinder skifahren, während die Erwachsenen im Hotel Entspannung und süßes Nichtstun genossen. Niemand musste uns hinbringen oder abholen.

Wie herrlich war es, dann im Panorama Hallenbad des Hotels herum zu tauchen. Als Kinder waren wir einfach ständig voller Bewegungsdrang. So verging die Wartezeit bis zum Abendessen wie im Flug. Heute würde ich wohl auch eher saunieren und in einem der herrlichen Ruhebetten wegdösen.

Man trifft sich immer zweimal im Leben
Und jetzt sehr viele Jahre später arbeite ich für die Wanderhotels und stoße wieder auf den Kirchenwirt und all meine schönen Erinnerungen an die Tauplitzalm steigen aus meinem Unterbewusstsein an die Oberfläche. Ich kann diesen einmaligen Ort jedem ans Herz legen, der sich weiße Weihnacht und einen unvergesslichen Skiurlaub wünscht!

Ach ja, Langlaufen kann man auch. Auf herrlich langen Loipen durch die "Winter Wonderworld" der Tauplitzalm - das hat mich als Kind aber wirklich nur am Rande interessiert.

Alle Infos zur Tauplitzalm

Sport- und Wanderhotel Kirchenwirt*** - Tauplitzalm, Steiermark
Familie Reischl
A-8982 Bad Mitterndorf
T +43 (0)3688 2306
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www.sporthotel-kirchenwirt.at


 

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Gäste
20. März 2019

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