Waldluft als Doping fürs Immunsystem

Waldluft hat eine fast vergessene Heilkraft für uns Menschen. Der Biologe Clemens Arvay ist dem Phänomen Waldluft wissenschaftlich auf den Grund gegangen.
Waldluft ist voller heilender biochemischer StoffeWaldluft wirkt - doch warum? Ein Spaziergang im Wald tut gut. Das spürt fast jeder, wenn er in die zwitschernde Stille des dämmrigen Grüns eintaucht. Menschen sind Naturwesen, die in einem Millionen Jahre langen Evolutionsprozess aus der Natur hervorgegangen sind. Die zunehmende Zerstörung natürlicher Lebensräume, weckt um so mehr unsere tiefe Sehnsucht nach intakter Natur. Bei einem Spaziergang im Wald genießt unser Körper zum einen die Bewegung. Bewegung ist immer gut für uns. Zum anderen tauchen wir ein in einen riesigen kommunizierenden Organismus aus Pflanzen und Tieren - als Naturwesen fühlen wir uns dort verbunden, geerdet, angekommen. Automatisch holen wir tief Luft und entspannen uns. Doch warum eigentlich? Ist das nur so ein Gefühl oder steckt mehr dahinter?

Waldluft als Aktivierer von guten Killerzellen
Clemens Arvay erklärt, dass Pflanzen in ständiger Kommunikation miteinander stehen. Sie tauschen Botschaften aus über mögliche Angreifer wie Insekten. Diese Kommunikation findet über chemische Substanzen statt. Im Grunde genommen sind das Duftmoleküle, die wir teilweise auch tatsächlich riechen können. Im Wald ist alles voll mit diesen bioaktiven Substanzen. Als wissenschaftlich erwiesen gilt, dass das Einatmen dieser Luft die Killerzellen im Blut steigen lassen. Killerzellen sind diejenigen Zellen im Körper, die von Krankheitserregern befallene Zellen oder Krebszellen erkennen und deren Tod herbeiführen. Dadurch wird das Immunsystem nachhaltig gestärkt. Und das nicht nur so ein bisschen, sondern ganz ordentlich. So stiegen die Killerzellen bei den Versuchspersonen, die einen Tag im Wald verbrachten um 40 Prozent an!

Waldluft entstresst uns
Die majestätische Ruhe und Stärke der Bäume aktivieren unseren Parasympathikus. Dieses Nervennetzwerk, das unseren ganzen Körper durchzieht gilt als Nerv der Ruhe. Weniger Stresshormone werden ausgeschüttet, was wiederum zahlreiche positive Wirkungen nach sich zieht. Bäume umarmen ist also weit mehr als eine esoterische Selbstfindungsmaßnahme...
Waldluft als Medizin

Als logische Konsequenz kann die Waldluft den Körper im Krankheitsfall bei der Genesung unterstützen. Vor allem aber wirkt der Wald vorbeugend - das ist wissenschaftlich gestützt. Frühformen von Krebszellen werden vernichtet und unsere körpereigene Abwehr gegen Krebszellen wird deutlich erhöht. Es geht natürlich nicht, ein rundum ungesundes Leben zu führen und dann zu glauben, mit einem kleinen Spaziergang im Wald seien die "Sünden" wieder beglichen. Es kommt auf die Ganzheitlichkeit dieser Mensch-Natur-Medizin an. Was man jedoch fix weiss ist um die krankmachende Wirkung unserer Trennung von der Natur. 

Waldluft auf Rezept
Gottseidank wirkt die Waldluft nur im Gesamtpaket Mensch-Wald. Kommerzialisierte Waldluft aus der Dose kann nix. Nun zur Dosierung: Zuviel Wald gibt es nicht, zuwenig hingegen schon. Zwei bis drei volle Tage pro Monat im Wald braucht es, damit unser Immunsystem nachhaltig gestärkt wird. Also Schuhe an und ab in den Wald.
Quelle: Kleine Zeitung, 15.Okt 2016

Waldluft im Landhof Irschen
In die "Heilkraft des Waldes" ist auch Andrea Huber aus dem Natur- und Kräuterdorf Irschen eingetaucht. In gleichnamigem Buch schreibt sie über heilsame Rezepte und Rituale rund um das Thema Bäume. Andrea Huber unterstützt Sonja und Markus vom Wanderhotel Landhof Irschen ihre Gäste in die Magie des Waldes einzuführen. Lassen Sie sich verzaubern von der wunderschönen Irschener Bergwelt. Eintauchen und Erholen am Waldstrand vom Landhof Irschen. Angebot:
Die Magie des Waldes im Landhof Irschen
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12. Dezember 2019

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