Süßes Gold - Faszination Honig

Glauben Sie mir, Sie werden nach dieser Lektüre Ihren nächsten Löffel Honig mit viiieel Achtsamkeit genießen! Eigentlich wollte ich mich bei diesem Blog kurz fassen, aber es gibt so viele wirklich spannende Fakten zur Entstehung des Honigs, dass ich doch etwas ausführlicher geworden bin. Viel Spaß beim Lesen!

Die meisten Menschen essen gern Honig, die meisten Menschen wissen, dass er von Bienen hergestellt wird, aber wie genau das funktioniert und wie wichtig die Bienen für unser Ökosystem sind, wissen die wenigsten. Waben, Bienenwachs, Propolis, Nektar, Gelee royale…das sind Begriffe, die wir mit Bienen und Gesundheit verbinden, mit Duft und Natur, doch was genau dahinter steckt wissen wohl fast nur die Imker. Daher kommt jetzt eine spannende Reise in die Welt der Honigbienen...

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Bei dieser Biene sieht man schön die Pollenhöschen am Bein.

Zum Staunen einige Fakten vorab:

  • Ein Drittel unserer Nahrung gäbe es nicht ohne Bienen.
  • Für 500g Honig legen die Bienen eine Gesamtflugstrecke von ca. der dreimaligen Umrundung des Äquators zurück.
  • Eine Biene lebt ca. 4-5 Wochen. In dieser Zeit produziert sie einen Löffel Honig

Vom Nektar zum Honig

1.      Sammeln von Nektar und Honigtau
Die Bienen sammeln Nektar von den Blüten und Honigtau von den Bäumen. (Das macht den Unterschied zwischen Blütenhonig und Waldhonig! Natürlich gibt es auch Mischformen) Sie saugen den Nektar mit ihren Rüsseln auf. Sie sind dabei blütentreu (blütenstet). Das bedeutet, dass sie sich auf eine Art von Pflanze konzentrieren und sie erst wechseln, wenn ihre Arbeit dort erledigt ist. Die Biene kümmert sich so zum Beispiel erst um Kirschblüten, bevor sie auf die Blüten von Apfelbäumen wechselt. Gleichzeitig ist die Honigbiene ortstet. Sie fliegt also nicht nur dieselbe Pflanzenart an, sondern auch zurück zum selben Ort, solange sie dort genügend Nektar oder Honigtau findet. Während der Sammelaktivität bleiben Pollen an den vielen Härchen der Biene hängen. Fliegt das Insekt dann zur nächsten Blüte, bestäubt der Pollen die Narbe des Fruchtblattes und vereint so den männlichen Samen und die empfänglichen weiblichen Blütenteile der Pflanze. Die Honigbiene wird so zu einem der wichtigsten Bestäuber von Pflanzen. Ein Drittel unserer Nahrung gäbe es nicht ohne Bienen.

2.      Transport zurück zum Bienenstock
Das Insekt transportiert den Blütennektar in seiner Nektarblase. Dabei sammelt die Honigbiene im Durchschnitt 25 Milligramm Nektar oder 35 Milligramm Honigtau. 200 Blüten muss die Biene besuchen, um ihre Blase zu füllen. Die Entfernung, die sie dabei zwischen Bienenstock und Nährpflanzezurücklegt, kann bis zu zehn Kilometer betragen, durchschnittlich liegt sie jedoch bei ca. zwei Kilometer.

3.      „Futterkette“ im Bienenstock
Die Futterkette ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entstehung von Honig: Nachdem die Sammelbiene genügend Blütennektar oder Honigtau gesammelt hat, fliegt sie zurück zu ihrem Blütenstock. Dort übergibt sie den gesammelten Saft Rüssel an Rüssel an eine Stockbiene, die ihn wiederum weiter und weiter gibt. Diesen Vorgang nennt man Futterkette. Dabei gelangen immer wieder körpereigene Stoffe (Aminosäuren, Enzyme) der Bienen in den Nektar und bewirken, dass der Honig haltbarer wird. Gleichzeitig verliert der Blütennektar an Wasser und wird so immer mehr zu der zähen Flüssigkeit, die wir Honig nennen. Die beigemischten Enzyme bewirken auch eine Veränderung der Zucker, die im Blütensaft enthalten sind. Es entstehen besondere Honigzucker, die nur im Honig vorkommen.

4.      Trocknung
Damit Nektar zu haltbarem Honig wird und seine bekannte Konsistenz erlangen kann, muss dem Saft Wasser entzogen werden. Dazu presst die Stockbiene den Nektar tropfenweise nach außen und saugt ihn wieder auf. Dabei geht ein erster Teil des Wassers verloren. Die Honigbiene lagert den etwas eingedickten Nektar dann in Wabenzellen. Während der Nektar sich in den Waben befindet, verdunstet weiteres Wasser. Nun fächeln die Honigbienen mit ihren Flügeln und beschleunigen so die Verdunstung des Wassers, indem sie die feuchte Luft aus dem Bienenstock wehen und durch trockenere Außenluft ersetzen. Der Honig ist fertig und besitzt nun einen Wassergehalt von 18%-20%.

5.      Lagerung
Der Honig wird nun ein letztes Mal transportiert und an sein endgültiges Ziel gebracht. In Lagerzellen über dem Brutnest wird er mit einer luftdichten Wachsschicht „verdeckelt“, wie der Imker sagt. Die Verdeckelung ist das Zeichen dafür, dass der Honig fertiggestellt ist.

Warum produzieren die Bienen aber nun eigentlich so aufwändig dieses köstlich süße Gold?
Bienen sammeln Nektar, um sich und ihre Brut zu ernähren und um Vorräte für den Winter anzulegen. Auch wenn sich die Anzahl der überwinternden Bienen im Verhältnis zum Sommer merklich reduziert (von ca. 50.000 auf 5000), ist das noch immer mehr, als bei anderen staatenbildenden Insekten, wie z.B. Wespen oder Hummeln. Dort sterben bis auf die jungen Königinnen alle Individuen des Volkes.

Das Bienenvolk kann in seiner Wintertraube sogar bei Temperaturen von -20°C überleben, weil die Temperatur im Stock konstant hochgehalten wird. Der in Waben gespeicherte Honig liefert genügend Energie. Der große Vorteil dieser Überlebensstrategie ist, dass die Bienen im Frühjahr sofort mit dem Sammeln von Nektar beginnen können.

Pollen

Bienen ernähren sich von zuckerhaltigem Nektar und dem eiweißreichen gelben Blütenstaub, dem Pollen. Den sammelt die Biene an ihren Hinterbeinen und lagert ihn in einer Speicherwabe. Der eiweißreiche Pollen versorgt später zusammen mit dem zuckerhaltigen Honig die jungen Bienenlarven. So erhalten sie alle nötigen Nährstoffe.

Welche Biene was sammelt ist genau geregelt. Jede Arbeiterin spezialisiert sich entweder auf Nektar, Wasser oder Pollen. Eine Pollensammlerin schabt den Blütenstaub mit Oberkiefer und Vorderbeinen ab. Dabei gelangt viel Pollen in ihr Haarkleid. Den kann sie mit ihrem dritten Beinpaar auskämmen. Dazu besitzt sie spezielle Werkzeuge: Auf der Innenseite einen Kamm und eine Bürste aus Haaren, auf der Außenseite das so genannte Körbchen aus langen Borsten. Darin transportiert sie den Pollen. Nachdem sie ihn ausgebürstet hat, befördert sie den Pollen mit dem Kamm in das Körbchen am gegenüberliegenden Bein. Er fällt nicht herunter, weil er mit Nektar aus dem Honigmagen klebrig gemacht wurde. So lässt er sich auch besser zu einem Ballen formen. Imker nennen ihn "Pollenhöschen". An diesem Höschen sind sie genauso interessiert wie die Bienen. Mit einer Reuse klauen sie den Insekten die Früchte harter Arbeit direkt von den Beinen. Denn der eiweißreiche Pollen lässt sich gut im Reformhaus als Nahrungsergänzungsmittel verkaufen. Ebenso wie der süße Honig ist das, was Bienen schmeckt, auch für Menschen gut.
Quellen: www.swr.de und www.honig-wissen.de

Das ist jetzt „nur“ die Beschreibung, wie Honig hergestellt wird. Es gibt aber noch viele andere Bereiche des Bienenvolkes, die hochinteressant sind: Was für Bienen gibt es innerhalb eines Volkes? Was für ein Sozialverhalten legen Bienen an den Tag? Wie überwintern Bienen genau? Wie entsteht Sortenreiner Honig? 

Mit den Wanderhotels - best alpine mehr über die Biene lernen...

Im Natur- und Kräuterdorf Irschen ist das Thema des heurigen Kräuterfestes am 2./3. Juli die Biene! Wer also mehr wissen möchte über dieses Wunder der Natur, kann für diese Zeit in unserem Wanderhotel Landhof Irschen einchecken und alles über die Biene in Erfahrung bringen!

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Landhof Irschen                                               Kräuterfest Irschen: Heuriges Thema sind die Bienen




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