Peter Wohlleben und das geheime Leben der Bäume

Bäume sind viel komplexer als bisher angenommen

Der Förster und Naturschützer, Querdenker und Forscher Peter Wohlleben ist zurzeit in aller Munde. Besonders sein Buch "Das geheime Leben der Bäume" wirft einen revolutionären Blick auf den Wald. Das Werk wurde ein internationaler Bestseller und aufgrund des großen Interesses, erscheint viermal im Jahr Zeitschrift "Wohllebens Welt". Inhalte gibt es dank unerschöpflicher Forschungsmöglichkeiten in der Natur genug: Wiesengeräusche, gefiederte Architekten, Käfer als Bestatter, Frauenpower Ameisenstaat um nur einige Themen der ersten Ausgabe des Magazins zu nennen. In Zusammenarbeit mit GEO werden spannende und völlig neue Blicke auf die Natur geworfen.

 

Schlafen Bäume nachts?

Falls Ihr Kind sie je fragen sollte, ob auch Bäume nachts schlafen, das Magazin "Wohllebens Welt" weiß die Antwort: Die Äste von Bäumen senken sich nachts bis zu 10 cm ab. Der Baum sinkt in sich zusammen, um morgens wieder "zu erwachen". Ob die Sonne oder ein innerer Wecker den neuen Tag einleitet, gilt es noch zu erforschen. Bäume schnarchen sogar. Sie lachen? Das tagsüber aufgenommene Wasser bewegt sich während der Nacht nicht. Es steht in den Leitungen. Vermutet wird, dass kleine Bläschen entstehen, die zu einem leisen gurgelnden Geräusch führen: Das Schnarchen der Bäume. Ich muss unbedingt heute Abend noch mein Ohr an einen Baumstamm legen.

 

Die Eiche in "Wohllebens Welt"

 

In der ersten Ausgabe der Zeitschrift erzählt Peter Wohlleben auf den Seiten 72/73 aus dem Leben der Eiche. Wie aus zwei Gramm über 200 Tonnen werden. Und das nur aus Wasser, Mineralien, Luft und Licht. Die Rede ist von der Entwicklung einer Eichel hin zu einer bis zu 1000 Jahre alten Eiche. Bäume leben in völlig anderen Zeitdimensionen als wir Menschen. Für unser Verständnis: langsam. Aber wer so alt wird, hat viel Zeit. Schlappe 60 Jahre dauert es bis Eichen keimfähige Samen bilden können. Bei einer Lebenserwartung von knapp 800 Jahren, entspräche das der Geschlechtsreife eines Menschen mit 6 Jahren - sollte dieser 80 Jahre alt werden. So gesehen sind 60 Jahre äußerst frühreif. 

Für den Laien steht ein Baum einfach da und wächst eben, wie Bäume das so tun. Selbst das Wachsen ist so langsam, dass es ohne bewusste Achtsamkeit kaum wahrgenommen wird. Aufmerksamkeit bekommt so eine Eiche meist erst dann, wenn sie eine imposante Erscheinung mit einem Stammdurchmesser von bis zu drei Metern ist. 150 000 Blätter wachteln dann im lauen Wind und spenden flirrenden Schatten an heißen Sommertagen. Harte Arbeit für die Eiche. Hunderte von Litern Wasser braucht sie täglich. Kaum vorstellbar, dass die Wurzeln sich diese Menge aus feuchtem Erdreich holen können - täglich. Bis zu 9 Meter treibt eine Eiche ihre Hauptwurzel in die Tiefe des Erdreichs. Seitenwurzeln, Verzweigungen, die immer kleiner und dichter werden bilden ein komplexes Geflecht zur Wasseraufnahme. Hunderstelmillimeter dicke Härchen können Wassermoleküle direkt "trinken". Und die Eiche hat, wie fast alle Bäume, "Kumpel", die sie unterstützt. Pilzfäden helfen bei der Wasserzufuhr und der Aufnahme von Mineralien. Im Gegenzug bekommen die Pilze, die selber keine Photosynthese treiben können, lebenswichtige Energie in Form von Zucker vom Baum. Eine Win-Win Situation.

 

Das Eichhörnchen und die Eichel 

Bäume sind aber nicht nur einfach "so" gemacht, sie können auch aktiv auf Umwelteinflüsse reagieren. Bekommt die Eiche einmal nicht genug Wasser, wirft sie Äste ab, um sich vor der Hitze zu schützen. Staunenswert ist auch die "Müllabfuhr" der Eiche. Sie lagert Gifte in ihren Blättern ab, um sie im Herbst als Laub zu entsorgen. Geschickt. Im Herbst lässt sie auch Zehntausende von Eicheln fallen. Ein vergessliches Eichhörnchen vergräbt eine davon vielleicht in Ihrem Garten. Dort überwintert sie im kalten Boden, um im Frühling aufzuquellen, Wurzeln zu schlagen und der Sonne entgegen zu wachsen. 

 

Eine persönliche Eiche pflanzen

 

Vielleicht nehmen Sie bei Ihrer nächsten Wanderung eine kleine Eichel in die Hand, halten kurz inne und staunen einfach. Sollten Sie kein vergessliches Eichhörnchen in der Nähe haben, stecken Sie den 2 Gramm schweren Samen in die Erde und lassen Sie "Ihre" Eiche wachsen, in deren Schatten noch Ihre Ururururenkel sitzen werden. Hoffentlich...

 

Baum als Haus im Wanderhotel Kirchner

 

Baumhaus Kirchner

 

Selbst als Baumstämme vermittelt uns das Holz Ruhe, Stärke und Geborgenheit. Am allerbesten spürt man das im Baumhaus vom Wanderhotel Kirchner in Bramberg. Auf Baumstämme gestützt mit viel Glas und Licht ist der Ort eine Oase der Ruhe und Stille. Draußen plätschert der Regen? Kein Problem, in einer der hängenden Liegen kann man stundenlang liegen, Regentropfen zählen, dösen und lesen. Zeit spielt bei Bäumen wie gesagt eine andere Rolle.

 

Lust auf mehr Info über das Wanderhotel Kirchner? Im Reisemagazin vom Wanderhotel Kirchner finden Sie interessante Videos, schöne Bilder und werfen einen Blick hinter die Kulissen. Rezepte, Bergtouren, Gastgeber...

 

Wanderhotel Kirchner

Familie Kirchner
A-5733 Bramberg
T +43 (0) 6566 7208
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.wanderhotel.at


P.S. Information: Kunstprojekt For Forest im Klagenfurter Fußballstadion (8.09. - 27.10.2019) 

Klagenfurt bereitet sich vor. Am Sonntag, den 8. September 2019 wurde das sehr umstrittene Projekt eröffnet. Ein Mischwald mitten im Wörtherseestadion, täglich zu besichtigen von den Rängen 10 bis 22. Der schweizer Künstler Klaus Littmann ist sich der surrealen Wirkung des Projekts sicher. Erhofft wird viel weltweite mediale Aufmerksamkeit, die erstens dem Thema Wald und Naturschutz zuguten kommen soll und natürlich auch Klagenfurt selber. Baumpatenschaften können erworben werden. Let's go walding for forest!


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09. Dezember 2019

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