Iglu-Übernachtung eine Erfahrung fürs Leben

Als architektonische Meisterleistung lässt sich ein Schnee-Iglu bezeichnen.
Agewendet wurde das Prinzip eines echten Gewölbes ursprünglich bei den Inuit, den Einwohnern der Arktis. Es diente vorrangig als Schutzhütte bei Jagdausflügen, doch auch als feste Winterbehausung wurden Iglus gebaut. Ein solches Schneehaus konnte einen Durchmesser von sieben bis zehn Metern erreichen und wurde monatelang von ganzen Familienclans bewohnt. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle traditionellen Häuser der Eskimos seit den 1950er Jahren als Wohnungen ausgedient. Bei den Kindern ist das Iglu-bauen nach wie vor Teil des Unterrichts, spielen die Schneebehausungen nach wie vor eine wichtige Rolle als Schutzhütten bei der winterlichen Jagd. Und ja, die Arktis bleibt ein kalter, gefährlicher Ort und die Kunst des Iglu-Baus rettet im Ernstfall Leben.

Wenn der Gefrierpunkt als "angenehme" Temperatur bezeichnet werden kann
"Iglo" bedeutet "Haus". Ein einfaches Haus, das Schutz vor Wind und Kälte bietet. Im Inneren eines solchen Iglus herrschen "angenehme" Temperaturverhältnisse. In der Arktis sind Innentemperaturen, die um 50° C über den Außentemperaturen liegen durchaus als "angenehm" zu bezeichnen. Der Schnee wirkt als Wärmeisolator, so dass Temperaturen um den Gefrierpunkt im Iglu die Norm sind. Auf den höher gelegenen Schlafplätzen werden wegen der aufsteigenen Warmluft sogar Plusgrade erreicht. Wärmequellen sind die menschlichen Körper oder beispielsweise ein Benzinkocher. Mehr als +5° C darf es allerdings nicht haben, da der Schnee sonst zu schmilzen begänne und die Bewohner durchnässen würde - eher kontraproduktiv bei der Kälte draußen.


Die Bau-Regeln eines Schneehauses

1.) Material
Als einziges, natürliches Baumaterial braucht man SCHNEE. Kompakt und griffig muss er sein.
2.) Standort
Ein Iglu sollte nicht in einer Mulde errichtet werden, da es dort am kältesten ist. Ideal ist ein leicht geneigter Hang, denn wenn das Iglu als Schlafraum dienen soll, so muss die Liegefläche höher liegen als die Oberkante des Einganges, damit die warme Luft nicht entweichen kann.
3.) Bauweise
Zunächst wird der Bauplatz abgesteckt und dort ein runder Kreis als Grundfläche für das entstehende Iglu gezogen. Nun Schnee in den Kreis schaufeln und feststampfen. Um den Boden herum wird nun aus großen Schneeblöcken und in Spiralbauweise das Iglu gebaut. Eine Schneemauerdicke von 20 cm reicht aus, die Schneezigel (60 cm breit, 25 cm tief) werden in einer aufsteigenden Spirale aneinander gelehnt. Um am Ende die gewünschte Kugelform zu erreichen ist es erforderlich, die Kanten beim Einpassen mit einem Schneemesser abzuschrägen und mit einer Schnur regelmäßig den inneren Radius zu überprüfen. Als Abschluss wird ein Ziegel über das Loch gelegt und durch zuschneiden eingepasst.
4.) Innenausbau
Die Innenwände müssen sauber geglättet und verdichtet werden, damit nicht an Kanten gelegentlich auftretendes Schmelzwasser von der Decke tropft, sondern den Wänden entlang nach unten rinnt.
5.) Liegeplatz
Den Schlafplatz soll man sich mittels einem Sockel gegenüber des Eingangs aufbauen. Die Liegefläche muss über der Eingangsoberkante liegen. Damit das "Bett" nicht durch die Körperwärme schmilzt, ist eine dicke Isolationsschicht zwischen Schnee und Schlafsack erforderlich. 


Eine Nacht im Schoß der Erde übernachten

Stefan Fauster vom Drumlerhof in Südtirol nimmt Sie mit auf eine spannendes Iglu-Erlebnis, das weit mehr als nur "Spaß und Action" ist. In unseren Breitengraden war die Übernachtung in einem Iglu nicht überlebenswichtig, sonder ein uraltes, schamanisches Ritual. Stefan weiß viel darüber zu berichten.
Gut zwei Stunden dauert die Schneeschuhwanderung vom Drumlerhof aus hinauf zum Speikboden auf 2000m Seehöhe, wo die Schneehäuser stehen. Ausgestattet mit Isomatten und Daunenschlafsäcken bieten sie kargen Kuschelkomfort. 

Vorbildliche Bauweise am Speikboden
Die Iglus auf dem Speikboden sind ganz nach den Regeln der Kunst gebaut. Ganz aus Schnee, in keiner Mulde, erhöhter Schlafplatz, dicke Isolierung zwischen Schlafsack und "Bett". Ein bisschen Kerzenschein und Romantik erhöhen die gefühlte Temperatur im Schneehaus bestimmt auch noch ein wenig. Aber immer daran denken - zu mehr als +5° C sollte die Romanze nicht führen....

Emma erzählt vom Winter
Eine Übernachtung im Schneehaus füllt keinen ganzen Urlaub aus. Was heißt Winter im Drumlerhof noch? Emma, die Tochter des Hauses erzählt, was es während der kalten Jahreszeit noch alles zu entdecken gibt in Sand in Taufers:


Kosten und Inklusivleistungen für die Iglo-Übernachtung:
150 Euro pro Person

 

- Begrüßungsgetränk
- Sauna & beheizter Badezuber
- Verleih von Schneeschuhen (ausgewiesener Schneeschuhparocur vorhanden)
- Südtiroler Abendessen im Restaurant-Iglu
- Heißes Wasser in der Thermoskanne und Wärmfalsche für die Nacht
- Verleih von Stirnlampen
- warmer Expeditionsschlafsack mit Hüttenschlafsack
- Frühstück im Bergrestaurant Speikboden


Alle Informationen im

Wanderhotel Drumlerhof****
Familie Innerhofer-Fauster
I-39032 Sand in Taufers
T +39 0474 67 80 68
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.drumlerhof.com

Weiterführende Links:
- e-Magazin vom Drumlerhof. Bilder, Videos und spannende Infos bringen Sie den Menschen hinter den Kulissen des Drumlerhofs näher

 

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20. Februar 2019

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