Der Gsieser Almochse – wertvoll für die Almen und kostbar auf dem Teller

Regional fair und unglaublich lecker

Regionales und hochwertiges Fleisch gewinnt in Zeiten von Fast Food, Massentierhaltung und sinkenden Milchpreisen massiv an Bedeutung – für den Bauern ebenso wie für den Konsumenten. Ein Paradebespiel an Qualitätsfleischerzeugung, die für lokale Kleinbauern eine echte Alternative zur klassischen Milchvermarktung darstellt, ist die Zucht der „Gsieser Almochsen“. Überlieferungen zufolge schwärmten schon vor 200 Jahren Feinschmecker von der Zartheit des Fleisches vom „Gsieser Almochsen“.

 

Die Geschichte des "Gsieser Almochsen"

Die Ochsenhaltung hat im Alpenraum eine lange Tradition. Ochsen sind kastrierte männliche Rinder, die bis in die 1950er Jahre wegen ihrer Stärke und Gutmütigkeit als Zugtiere in der Landwirtschaft große Beliebtheit genossen. Sie waren seit jeher auch wichtige Fleischlieferanten. Dank ihrer Anspruchslosigkeit konnten sie bis zur Schlachtreife auf der Alm gehalten werden

Im Zuge der Mechanisierung verloren die Tiere jedoch im gesamten Alpenraum stark an Bedeutung. Im vergangenen  Jahrzehnt kam es in bestimmten Gebieten zu einer Rückbesinnung auf die Bedeutung der Ochsenhaltung. Darunter auch im Südtiroler Gsieser Tal, einem idyllischen Nebental des Oberen Pustertals.

Es darf nicht mehr als 12 Züchter geben

In einem Interview von 2013 erklärt Josef Selbenbacher, Altbauer am Oberweckerlhof in St. Magdalena, die wirtschaftliche Bedeutung der Tiere für die lokale Landwirtschaft:

„Den Almochsen dürfen derzeit nur die Vereinsmitglieder, sprich 12 Bauern aus Gsies, produzieren. Durch den hohen Verkaufspreis (…) stellt er eine gute Alternative bzw. Ergänzung zur Milchproduktion dar. Es dürfen laut Statut pro Jahr nur 20 bis 21 Ochsen geschlachtet werden. Damit soll die hohe Qualität garantiert werden und gleichzeitig verhindert werden, dass er sich zu einem Massenprodukt entwickelt. Mittlerweile möchten auch viele andere Bauern zum Verein dazu stoßen, es gibt aber ein Aufnahmestopp.“ (Quelle: Almatlas der Argealp 2013)

Das glückliche Leben des Gsieser Almochen kosten

Bereits im Frühling kommen die Ochsen auf die Alm. Die frischen Kräuter und Gräser im Gsiesertal kommen der Fleischqualität sehr zugute, wie auch der viele Auslauf. Die ersten Blumen und würzigen Kräuter wie Löwenzahn, Sauerampfer, Rotklee und Fünffingerkraut tragen zum besonderen Geschmack des Fleisches bei. 

Auch der gebürtige Gsieser Herbert Hintner, der als Sternekoch das Restaurant „zur Rose“ in Eppan betreibt, schätzt die kulinarische Kostbarkeit. Jeden Donnerstag zwischen dem 13. Mai bis dem 16. Juni tischt er auf der Kradorfer Alm auf. Feinste regionale Küche mit gesunden, lokalen Produkten, verfeinert mit frischen Frühlingskräutern wird ein wunderbarer Energiespender und ein einzigartiges Erlebnis für den Gaumen.

Vom Hotel wandert man gemeinsam ca. 1 h bis zur Kradorfer Alm, welche hinter unserem Haus liegt. Dort tischt Herbert Hintner seine Ochsengerichte auf. Die Gäste vom Wanderhotel Magdalenahof **** zahlen € 15,00 pro Person - Wanderung und Essen inklusive. Es gibt zu der Zeit keine à la carte Auswahl und die Hütte ist an dem jeweiligen Tag nur für die geschlossene Gesellschaft offen. Angeboten wir diese Tour mit den Gerichten vom Sterenekoch immer donnerstags von 13.05-16.06. Danach gibt es die Wanderung immer noch, jedoch ohne die Gerichte von Herrn Hintner. Selbstverständlich können Sie nähere Informationen im Magdalenahof erhalten!

Der Gsieser Almochsen Weg

Wer die Geschichte des Ochsen lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann das entlang des Gsieser Almochsenweges. Als Gast des Magdalenahofs startet die Tour vor der Haustür. Vom Gsieser Talschluss aus, führt der Weg entlang des Talblickwegs Richtung Welsberg zu den Weckelerhöfen. Auf dem Rückweg geht es vorbei am Schaubauernhof Reier, der Fruchtwerkstatt Regiohof und der Hofkäserei Waldsamerhof. So manch tierische Überraschung erwartet den Wanderer auf dem liebevoll gestalteten Weg.

 

Das Hotel Magdalenahof - so schön, wie der Almochse lecker

Der Magdalenahof liegt inmitten herrlichster Natur am Talschluss vom Gsiesertal. Es ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen in alle Himmelsrichtungen. Hausherr Josef nimmt seine Gäste mit auf die schönsten Wanderungen der Gegend. Als professionelles Wanderhotel stehen Ihnen die Mitglieder der Gastgeberfamilie Burger mit Rat und Tat zur Seite, wenn es ums Wandern geht – Touren, Kartenmaterialien, Geschichtliches, Ausrüstung, Literatur und vieles mehr.

Sieht man erst einmal die stille Schönheit rund um das Hotel, wird einem klar, dass das Almochsen Dasein - trotz seiner Bestimmung, auf dem Teller zu landen – nicht das Schlechteste ist.

 

Hotel Magdalenahof****

Fmilie Burger
I-39030 St. Magdalena / Gsiesertal
T +39 0474 948550
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hotelmagdalenahof.it

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12. Dezember 2019

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