Die Idee des Tourenskigehens ist ganz einfach: Oft stundenlanger Aufstieg mit Fellen unter den Skiern und nach sonniger Rast in luftiger Höhe durch den Tiefschnee in die Tiefe wedeln.
Skitouren abseits der Pisten sind der Traum jedes ambitionierten Skifahrers
Selber den Gipfel erkämpfen und dadurch die Abfahrt doppelt genießen, diese Kombination lockt immer mehr Begeisterte von den Pisten auf die eigene Spur. Mit Steigfellen unter den Ski und der Tourenbindung in Aufstiegsposition steigt man einen makellos weißen Hang hinauf und erschließt sich neue Schneewelten.
Während in den Kitzbüheler Alpen oder Niederen Tauern eine Unzahl mehr oder weniger häufig begangener Genusstouren auch auf Einsteiger warten, kann der Experte im Glocknergebiet der Hohen Tauern überraschende Geheimtipps entdecken. Schritt für Schritt rückt der Gipfel näher, der vorher vom Tal aus uneinnehmbar aussah, und die Vorfreude auf die Abfahrt lässt die schmerzenden Waden vergessen. Oben saugt man die Pracht der weißen Welt ringsum in sich auf. Langsam beruhigt sich der Puls wieder. Nach der Gipfelschau wedelt man durch stiebenden Pulver oder über angeweichten Sahnefirn hinunter – und plant im Geiste schon die nächste Tour.
Wer mit Führer einmal das Tourenskigehen ausprobieren möchte, sollte zumindest beim Skiabfahrtslauf keine Probleme mehr haben. Neben gehöriger Kondition für den teils steilen Aufstieg (oft steigen die Tourengeher am Rande von Abfahrtspisten auf, nicht selten aber spuren sie sich einen Weg durch tief verschneite Hänge) sollte man auch fahrerisches Können mitbringen.
Mit eigener Kraft geht es durch unberührte Winterlandschaft hinauf zum Gipfel. Die wunderbare Aussicht und die Abgeschiedenheit weit weg vom Trubel der Pisten gehören ebenso zur Faszination einer Skitour wie die krönende Abfahrt auf einem unverspurten Hang.
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