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Wandern in Südtirol und Kärnten

Nadine Mandler, 22. Mai 2012, Rubrik: Alpenflora
Ein Meer von Wildblumen   

Sie sind kleine, faszinierende Biotope: die Wildblumenwiesen. Sie sind eine Wiege der Artenvielfalt und Inspiration auf der Suche nach uralten, natürlichen Werten. Sie bringen wenig ein, machen Arbeit und brauchen Landwirte, die Maß halten und im besten Sinn bäuerlich und nachhaltig denken. Blumenwiesen sind die Essenz des Frühsommers. Blauer Wiesensalbei, Margeriten, weißer Bärenklau, leuchtend roter Mohn und allerei bunte Wildblumen sind nicht nur ein Paradies für viel Kleingetier, sondern in voller Blüte auch ein wunderbarer Anblick für Wanderer.

Blumenreiche Wiesen gehören zu den wichtigsten und vitalsten Elementen der alpinen Kulturlandschaft. Die Erhaltung als Lebensraum für die große Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren ist eine verantwortungsvolle Aufgabe der bäuerlichen Berglandwirtschaft. Viel Handarbeit und Liebe zur Natur ist erforderlich, um die ökologisch wertvollen Bergwiesen zu pflegen.  Trockene und  sonnige Hänge, wenig bis keine Düngung und die Sense als Werkzeug sind notwendig, damit die Artenvielfalt erhalten bleibt. In den hochgelegenen, steilen Bergtälern der Alpen abseits der touristischen Winterzentren findet man dieses Meer von Wildblumen. Beim Wandern in Südtirol, Kärnten oder Schweiz sind Wildblumenwiesen keine Seltenheit. Die Wanderführer der Wanderhotels, selbst oft einfache Bergbauern und Hüter der  Bergwiesen, führen Sie durch diese alpinen Gärten. Ob im hochgelegenen Saaser Tal in der Schweiz, auf der berühmten Seiser Alm in Südtirol oder an den steilen Bergwiesen des Nationalparks Hohe Tauern in Österreich – das Meer von Blumenwiesen hat im Mai und Juni Hochsaison.

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